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  • miriambarth

Hapa Zome

Aktualisiert: 19. Feb. 2021


Im Sommer 2020 habe ich mich das erste Mal in der japanischen Pflanzendrucktechnik "HapaZome" versucht. Für die Bezeichnung "HapaZome" fand ich lediglich eine Übersetzung, die den Begriff als "Blattfärbung" im Deutschen definiert. Für die Technik benötigt es auch nicht viel mehr als ein Blatt beziehungsweise eine Pflanze, wobei jegliche Art von Blüten, Grashalmen oder Blättern verwendet werden kann. Zudem braucht es ein natürliches Textil oder auch Papier, um eine Einfärbung der Pflanze zu erhalten. Ebenso ist es wichtig zu erwähnen, dass der Abdruck durch flüchtige Pflanzenfarben entsteht und somit nicht besonders wasch- und lichtecht ist. Somit eignet sich die Technik vor allem für kurzlebige Produkte, die nicht oft gewaschen oder der Sonne ausgesetzt werden. Natürlich kann die Technik auch für Produkte verwendet werden, welche diesen beiden Faktoren ausgeliefert sind, dabei muss einfach die Bereitschaft eines vergänglichen beziehungsweise "lebenden" Produkts bestehen.

Ich persönlich schätze die Vergänglichkeit dieser Technik, somit wird kein Resultat in Stein eingemeisselt und jede Oberfläche kann jederzeit neu bespielt werden. Für den Anfang habe ich mit Seidenstoffresten gearbeitet, wobei ich die Pflanzenfarbstoffe erst mit dem Hammer, später mit dem Wallholz auf das Textil gebracht habe. Wird ein feiner Stoff wie Seide verwendet, würde ich ein Wallholz empfehlen, weil dadurch einerseits der Stoff nicht beschädigt und andererseits die Pflanzenpigmente weniger auslaufend auf das Textil gelangen. Für meinen ersten Versuch habe ich die Seide nicht vorerst gebeizt, wodurch ich noch nicht sagen kann, ob sich die Langlebigkeit dadurch verändert.






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